Das Deutschlandticket gilt bundesweit im Nahverkehr zu einem festen Monatspreis. Weniger bekannt ist, dass es mehrere Wege gibt, deutlich weniger zu zahlen — teils weniger als die Hälfte.
Sozialticket der Kommunen
Zahlreiche Städte und Verkehrsverbünde bezuschussen das Deutschlandticket für Menschen mit geringem Einkommen. Die Bezeichnungen unterscheiden sich: Sozialticket, Deutschlandticket Sozial, Mobilitätsticket oder ähnlich.
Berechtigt sind je nach Kommune Empfänger von Bürgergeld, Grundsicherung, Wohngeld, Asylbewerberleistungen oder Inhaber eines städtischen Berechtigungsausweises.
Das ist der größte Hebel und wird häufig übersehen, weil er nicht bundesweit einheitlich beworben wird. Ein Anruf beim örtlichen Verkehrsbetrieb oder Sozialamt klärt es in fünf Minuten.
Jobticket über den Arbeitgeber
Arbeitgeber können das Deutschlandticket als Jobticket ausgeben. Übernimmt der Arbeitgeber mindestens einen bestimmten Anteil, kommt ein zusätzlicher Abschlag hinzu.
Für den Arbeitgeber ist der Zuschuss unter bestimmten Voraussetzungen steuer- und beitragsfrei — ein Argument, mit dem sich das Gespräch führen lässt, auch in kleineren Betrieben.
Schüler, Azubis und Studierende
Für Auszubildende und Schüler gibt es in vielen Ländern ein vergünstigtes Deutschlandticket. Studierende erhalten es an vielen Hochschulen als Semesterticket-Variante zu einem deutlich reduzierten Preis.
Hier lohnt der Blick auf die Regelung des jeweiligen Bundeslands, die Unterschiede sind groß.
Schwerbehindertenausweis
Wer das Merkzeichen G, aG, Bl, H oder Gl hat, kann statt eines Tickets die Wertmarke für die unentgeltliche Beförderung nutzen. Sie kostet eine überschaubare Jahresgebühr und ist bei Bezug bestimmter Leistungen sogar kostenfrei.
Das ist in vielen Fällen günstiger als jedes Ticket — und wird oft nicht genutzt, weil der Ausweis allein nicht reicht, sondern die Wertmarke separat beantragt werden muss.
Wie du das Günstigste findest
Ruf beim örtlichen Verkehrsverbund an und frag nach einem vergünstigten Deutschlandticket für deine Situation. Dann frag im Betrieb nach dem Jobticket. Wenn ein Schwerbehindertenausweis vorliegt, prüfe die Wertmarke.
Diese drei Wege decken fast alle Fälle ab, in denen sich der Preis senken lässt.


