Aufstiegs-BAföG: Meister ohne Eigenanteil

Das Aufstiegs-BAföG fördert Meister, Techniker und Fachwirte mit Zuschüssen, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

Das Aufstiegs-BAföG, früher Meister-BAföG, ist die zentrale Förderung für berufliche Fortbildung oberhalb der Erstausbildung. Anders als der Bildungsgutschein setzt es keine Arbeitslosigkeit voraus — es steht Beschäftigten offen.

Wer gefördert wird

Gefördert werden Fortbildungen zu anerkannten Abschlüssen: Meister in Handwerk und Industrie, staatlich geprüfte Techniker, Fachwirte, Betriebswirte, Erzieher, Fachkrankenpfleger und vergleichbare Qualifikationen.

Es gibt keine Altersgrenze. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein vergleichbarer Abschluss. Auch Bachelorabsolventen können unter Bedingungen gefördert werden.

Rechtsgrundlage ist das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz.

Was gefördert wird

Die Förderung besteht aus zwei Teilen:

Maßnahmebeitrag für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren. Ein erheblicher Anteil davon ist Zuschuss, der Rest ein zinsgünstiges Darlehen der KfW.

Unterhaltsbeitrag bei Vollzeitmaßnahmen, ebenfalls teils als Zuschuss.

Dazu kommen Zuschläge für Kinder und Alleinerziehende sowie ein Zuschuss zum Meisterstück beziehungsweise zur Prüfungsvorbereitung.

Der Erlass, den viele nicht kennen

Der entscheidende Punkt: Wer die Prüfung besteht, bekommt einen erheblichen Teil des Darlehens erlassen. Wer sich anschließend selbstständig macht oder einen Betrieb übernimmt, kann unter bestimmten Voraussetzungen einen weiteren Erlass erhalten.

Die effektive Eigenbelastung liegt dadurch für viele deutlich niedriger als der Bruttopreis des Lehrgangs vermuten lässt.

Wo du beantragst

Zuständig sind die Ämter für Ausbildungsförderung bei Kreisen und kreisfreien Städten, teils auch besondere Landesstellen. Der Antrag läuft nicht über die Agentur für Arbeit — das ist der häufigste Irrtum.

Antragstellung ist auch nach Beginn der Maßnahme noch möglich, allerdings wird rückwirkend nur ab Antragsmonat gefördert. Früh stellen lohnt sich also.

Kombination mit Landesprogrammen

Mehrere Bundesländer zahlen zusätzlich eine Meisterprämie oder einen Meisterbonus nach bestandener Prüfung. Diese Programme laufen unabhängig vom Aufstiegs-BAföG und werden häufig übersehen.

Frag bei deiner Kammer nach, welche Landesförderung es bei euch gibt.

Realistischer Ablauf

Erst Kammer kontaktieren und passende Fortbildung samt Träger klären. Dann Antrag beim zuständigen Amt stellen, möglichst vor Beginn. Parallel prüfen, ob ein Landesprogramm existiert.

Teilzeitvarianten neben dem Beruf dauern länger, erhalten aber das Einkommen — für die meisten der realistischere Weg.

Legal Disclaimer

Content on Orbenly is entirely free. Our commitment to security: we will never demand payment or fees of any kind in order to give you access to an article, an interview, a job referral or any other opportunity. If anyone contacts you requesting money in our name, please report it to us immediately. We strongly advise you to review the terms and conditions of any employer, recruiter, training provider or service before applying or paying anything. This platform generates revenue through advertising and referral partnerships. Every piece of content published here is written independently by our editorial team.

Advertiser Disclosure

This website operates as an independent, objective and ad-supported digital publisher. To maintain our platform and keep our content completely free for readers, some of the products, services and offers featured on this site may originate from companies that provide us with compensation. This revenue can affect the positioning, order and prominence of offers across the site. Please note that we do not evaluate or display every product, employer or service available in the marketplace, and the presence of an advertisement is not an endorsement.

Editorial Note

The insights and opinions shared on this page belong solely to the authors and do not represent the views of any employer, recruiter, educational institution or corporate entity. Our content is created independently and has not been reviewed, approved or endorsed by the organisations mentioned in our articles. Our advertising revenue does not dictate the evaluations, ratings or advice delivered by our writing team. While we strive to present accurate, reliable and timely information, we cannot guarantee its absolute completeness and we offer no warranties regarding its applicability to your specific situation.